Wie gut kennen Sie Ihre Aerosol-Produkte?

Es gibt mehr Wissenswertes zum Thema Sprays als es auf den ersten Blick scheint: Die Unterschiede zwischen Aerosolsprays und aerosolfreien Sprays zu kennen ist ein wichtiger Bestandteil des umfassenden Produktwissens eines Friseurs.

 

Aerosolspray (1)
Die üblicherweise in einem Aerosolspray verwendeten Treibgase sind Propan, Butan, Isobutan or Dimethyläther, keines derselben enthält FCKW. Die Mehrheit aller Aerosolsprays enthält inzwischen kein FCKW mehr. Diese Stoffe sollen eine Rolle bei der Bildung des Ozonloches spielen.

 

Die Treibmittel befinden sich bei Raumtemperatur normalerweise in gasförmigem Zustand und werden unter Druck verflüssigt, beispielsweise in der Aerosol-Sprühdose. Wird der Sprühknopf am Oberteil derselben gedrückt, so öffnet sich ein Ventil und die Mischung kann die Dose verlassen. Das verflüssigte Treibmittel geht wieder in den gasförmigen Zustand über und trägt dazu bei, das Produkt in winzig kleine Tröpfchen (siehe Bild Grösse und Verteilung von Aerosol Partikel) zu versprühen, was zu einem feineren Sprühnebel führt, als ihn etwa ein Pumpspray erzeugen kann.

 

In schaum oder mousse (3), bildet das verflüssigte Gas beim Verlassen des Gebindes Bläschen, die das Produkt außerhalb des Gebindes‚ wachsen’ lassen. Dieses Treibmittel ist darüber hinaus ein sehr schnell trocknendes Lösungsmittel. Die jeweils im Produktspender anzutreffende Treibmittelmenge variiert in Abhängigkeit von der Produkttype. Feine Sprühprodukte haben einen höheren Anteil, Schaum oder Mousse haben einen niedrigeren.

 

Aerosol-Produkte

Vorteile – Erzeugen einen feinen und gleichmäßigen Sprühnebel. Dadurch wird eine gleichmäßige Bedeckung des gesamten Haares erzielt, was zu einem beständigen qualitativ hochwertigen Ergebnis führt.

Nachteile – Der Produktspender ist nicht nachfüllbar und enthält nur eine kleinere Menge des Produktes aufgrund des Treibmittelanteiles in der Mischung.

Aerosole können schädlich sein. Bitte lesen Sie den folgenden Abschnitt ausführlich, um sich mit den potentiellen gefahren vertraut zu machen:

  • Nie in die Augen sprühen
  • Schützen Sie das Produkt vor Sonne und Temperaturen über 50°C
  • Machen Sie keine Piercings oder Brennbehandlungen, auch nicht danach
  • Nicht in der Nähe von Flammen oder starken Hitzequellen anwenden. Fernhalten von Zündquellen – nicht rauchen
  • Von Kindern fernhalten
  • Nur nach Anweisung benutzen. Absichtlicher Missbrauch durch bewusste Konzentration und Inhalation des Inhaltes erzeugt bleibende Schäden
  • Fernhalten von allen Arten polierter oder lackierter Oberflächen

Pumpspray ohne Aerosole (2)
Pumpsprays benötigen keine Treibgase, daher enthält diese Art der Produktspender nur das reine Produkt, das durch die Pumpbewegung des Sprühknopfes aus der Flasche befördert wird. Die Ventilöffnung oder Düse bestimmt die Partikelgröße beim Produktaustritt. Diese ist bedingt durch das Verfahren größer als bei einem Aerosolspray.

Vorteile – Pumpspender können wiederbefüllt werden. Das stellt eine Einsparmöglichkeit für Salons dar und reduziert das Abfallvolumen. Das nicht benötigte Treibgas schafft Raum für mehr aktive Inhaltsstoffe, daher reicht der Inhalt einer Pumpflasche für einen längeren Zeitraum.

Nachteile – Der Sprühnebel ist nicht so fein, wie bei einem Aerosol und kann einen nasseren, unregelmäßigeren Produktauftrag zur Folge haben. Das kann bei einigen Frisurarten unerwünscht sein. Die größeren Produktpartikel können darüber hinaus bei sehr feinem Haar einen unnötig beschwerenden Effekt bewirken.

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